Vitalis

Persönlichkeiten

Viktor Fossel

1845–1913

Viktor Fossel war Sohn des Arnfelser (Stmk.) Absolventen der Grazer Medicinisch-chirurgischen Lehranstalt Franz Xaver Fossel und der Oberösterreicherin Elise Löffler. Er verlebte in Ried im Innkreis seine Kinderjahre, besuchte in Kremsmünster das Gymnasium, studierte schließlich an der neugegründeten Grazer Fakultät Medizin und fand da Anschluß an die Burschenschaft Stiria. Mit 27 Jahren wurde er Bezirksarzt in Liezen. Ab 1882 wieder in Graz, folgte er 1892 dem verstorbenen Eduard Lipp als Direktor am Grazer allgemeinen Krankenhaus, in einer Zeit, als der Neubau des Landeskrankenhauses in St. Leonhard vorbereitet wurde. Als Fossels vielleicht wichtigstes literarisches Vermächtnis blieb die 1885 erstmals veröffentlichte Monographie Volksmedizin und medizinischer Aberglaube in Steiermark, die schon im Erscheinungsjahr nachgedruckt werden konnte – damit fand er seine eigentliche Bestimmung als Medizinhistoriker. Im Sommer 1898 wurde Fossel zum außerordentlichen Professor der Geschichte der Medizin ernannt. Bis ins Pensionsalter hinein versah er das Lehramt dieses Faches an der medizinischen Fakultät. Viktor Fossel: Erinnerungen aus meinem Leben. Naumburg 1906, S. 57f.