Vitalis

Persönlichkeiten

Switbert Lobisser

23. März 1878 – 1. Oktober 1943

Der Kärntner Künstler Switbert Lobisser wurde in Tiffen geboren und besuchte das Gymnasium im Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal. Nach einem Studium in Rom empfing er die Priesterweihe. Von 1904 bis 1908 hatte er an der Akademie für bildende Kunst in Wien studiert, dann wurde er Kunsterzieher und Verwalter in St. Paul und entfaltete eine fruchtvolle Tätigkeit als Freskant, Maler, Aquarellist und Holzschneider und pflegte dabei die romantische Tradition, ohne Anschluß an die künstlerische Moderne zu gewinnen. Infolge zahlreicher Ausstellungen etwa in der Wiener Secession oder im Klagenfurter Künstlerhaus wurden seine Werke bekannt und populär. Seine volks- und naturnahen Holzschnitte trafen sich ideal mit dem Geschmack führender Nationalsozialisten, Lobisser näherte sich der NS-Bewegung an und wurde schließlich hofiert und mit Preisen ausgezeichnet. Ein Lobisserfresko im Sitzungssaal des Kärntner Landtages mit dem Titel Kärntens Heimkehr ins Reich wurde nach seiner Entdeckung wegen seiner NS-Thematik und entsprechender NS-Symbolik unter großer medialer Aufmerksamkeit 2000 entfernt.