Vitalis

Persönlichkeiten

Robert Fuchs

15. Februar 1847 – 19. Februar 1927

Zur musisch begabten Familie gehörten zwei Brüder, die Aufnahme in die Musiklexika der Nachwelt gefunden haben: Johann Nepomuk Fuchs als Hofkapellmeister zu Wien und Robert Fuchs als Wiener Symphoniker, der laut Kloepfer häufig zu Gast bei Theodor Billroth war, in dessen Heim bekanntlich Hausmusik gepflegt und manche Fuchsische Schöpfung erstaufgeführt wurde. Hans Kloepfer hatte eine innige Beziehung zu diesem Onkel Robert, wie auch aus dem Bilderbuch meines Lebens hervorgeht. Wenn Robert Fuchs Kloepfer in Köflach besuchte, begleitete er seinen Neffen auch auf dessen Krankengängen in die Personalhäuser. Die beiden Männer korrespondierten später unter Verwendung ihrer klapprigen Schreibmaschinen, was sie ironisch „Klapperment“ nannten. Bei den Ortsansässigen unterschied man die beiden berühmten Musikerbrüder, die bei Heimatbesuchen den Glanz und Tratsch der Metropole in die Weststeiermark brachten, als den Serenadenfuchs und den Opernfuchs. Ein Sohn des Kapellmeisters Johann Nepomuk Fuchs wirkte bis 1918 als Kurarzt in Bad Vöslau, und schließlich als Werks- und Landarzt in St. Peter im Sulmtal. Wie sein ihm freundschaftlich verbundener Cousin Hans Kloepfer hegte dieser Dr. Hans Maria Fuchs eine Vorliebe für die Volkskunde (Die Bauernkost im Sulmtal). Fuchs verfaßte auch hochdeutsche Verse, die etwa in einem kleinen, von Hans Kloepfer redigierten Bändchen Auf späten Wegen in geringer Auflage herausgegeben wurden. Herbert Blatnik und Walter Kienreich: Hans Kloepfer und seine Zeit. Eibiswald 1994, S. 314.