Vitalis

Persönlichkeiten

Ernst Bouvier

Der 1889 in Mahrenberg (slowenisch: Radlje) geborene Ernst Bouvier stand im Ersten Weltkrieg von Juli 1916 bis zum Kriegsende als Oberarzt an der Front, wofür ihm mehrere Auszeichnungen zuteil wurden, darunter das Eiserne Kreuz II. Klasse sowie das Ehrenkreuz für die Volkspflege II. Klasse. Bouvier war schon 1932 in die NSDAP eingetreten, im April 1938 trat er auch in die SA ein. Ab Juni 1938 übernahm er in der Voitsberger Kreisleitung das Amt für Volksgesundheit. Im April 1939 trat er in die SS ein. Martin Amschl: Der Nationalsozialismus im Kreis Voitsberg unter besonderer Berücksichtigung der lokalen Führungsriege zwischen 1938 und 1945. Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen Grades eines Magisters der Philosophie an der Karl-Franzens-Universität Graz. Graz 2013. Nach 15 Jahren als Chirurg in Voitsberg wurde Bouvier 1941 in die Untersteiermark versetzt, wo er als Obermedizinalrat die chirurgische Abteilung im Marburger Gaukrankenhaus übernahm. Zum Abschiedsabend für Dr. Bouvier beim Voitsberger Grillwirt kamen Turner des ehemaligen deutschen Turnvereins, Ärzte, Funktionäre, Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, eine Abordnung der Hitlerjugend. „Besonders freuten sich die Anwesenden über das Erscheinen des weststeirischen Heimatdichters Dr. Hans Kloepfer mit Familie.“ Voitsberg-Köflacher Wochenblatt vom 18. Oktober 1941.